250 Jahre Venezianische Messe

Dieses Jahr fand wieder die venezianische Messe in Ludwigsburg statt. Dieses Jahr war sogar Jubiläum denn vor genau 250 Jahren wurde sie das erste Mal veranstaltet. Meine beste Freundin hat mich dorthin begleitet und es war wunderschön!
Am Freitag Abend gab es eine Prozession vom Schloss zum Marktplatz bei denen alle Künstler in Ruhe bestaunt werden konnten und wir haben zum ersten Mal daran teilgenommen. Die Straßen waren wirklich voll von Menschen und es war wunderbar die vielen funkelnden Kinderaugen zu sehen, die sich an den Kostümen satt gesehen haben. Ich habe an dem Abend meine blau-weiß gestreifte Anglaise getragen und ich muss dazu sagen: wir hatten aufgrund von sehr wenig Zeit nur 20 Minuten um uns fertig zu machen und ich finde dafür sahen wir wirklich gut aus (fast besser als wenn man 3 Stunden damit verbringt…)

This year was the anniversary of the Venetian Fair in Ludwigsburg, because 250 years ago took the first fair place. I visited it with my best friend and it was soo magical! On friday evening was a big procession from the palace to the market square – a long walk through the streets where all costumers could be seen and admired. The streets were full of people and it was charming to see the sparkling children eyes. I wore my blue striped Anglaise. We had just 20 minutes (!) to get ready, because we were both late home from work and had to hurry up. (and I think we were beautiful and felt better than getting dressed for 3 hours :P)


Am Samstag haben wir uns dann richtig Zeit für Frisuren und Outfit genommen. Ich habe meine neue Robe a la francaise getragen. Meine Schwester war so lieb mir noch meinen Hut mit Blumen zu dekorieren und uns bei der Frisur zu helfen, denn ich fand meinen Hedgehog zu dem Kleid nicht sehr passend. Leider konnte sie selbst wegen einer Operation nicht mit, denn sie konnte leider nicht laufen, aber wir hatten umso mehr Spaß beim gemeinsamen Anziehen (und das hat sie doch ein bisschen getröstet). Meine Freundin hat meine Chemise a la reine getragen.

On saturday we had a lot of time for clothes and hair. I wore my new robe a la francaise and my friend wore my chemise a la reine. My sister was so sweet and added some flowers to my hat and helped a lot with our hair styles. She was not able to join us because she had an surgery before and could just walk with crutches. But we also had a lot of fun with our styling and I think that made her a little less sad.

Meine Mutter beim justieren meiner Rückenschnürung – ich hätte auch als Kamel gehen können! // My mum adjusts my back lacing – it looks like a camel!

Fresh up time!

Wir wollten unbedingt noch ein paar hübsche Fotos ohne moderne Passanten, also sind wir ins Schloss rüber gelaufen und haben in den letzten Strahlen der Abendsonne einige schöne Fotos aufgenommen.

We wanted some nice photos without modern people in the background, so we decided take a walk to the palace. Luckily we made our photos in the last sunlight.






Auf der Messe gab es wirklich tolle Stände und wir haben sehr viele Leute getroffen und sehr viele tolle Kostüme gesehen, das ist wirklich zauberhaft wenn so viele Leute verkleidet sind, als wäre man in einer Zauberwelt unterwegs. Ich bin so voller Inspiration und kann es nicht erwarten mit neuen Projekten anzufangen.

There were so many great stalls, we met so many people, saw such great costumes and felt like walking through a magical world. I am full of frehs inspiration and can‘t wait to start with new projects!



Picknick im Blühenden Barock

Letztes Wochenende fand im Ludwigsburger Schlossgarten (Blühenden Barock) ein großes Picknick im Stile des 18. Jahrhunderts statt. Seit drei Jahren organisiert die Kostümgruppe Teatro Veneziano dieses kleine Event und nur durch Zufall bin ich über diese Veranstaltung gestolpert und dachte – warum nicht…ist ja schließlich direkt vor der Haustür. Zudem habe ich ja ein Outfit das noch ungetragen im Schrank hängt und nur darauf wartet endlich ausgeführt zu werden, nämlich meine Blumenjacke um 1780.

Dank meines Chauffeurs ging es nicht nur direkt vor die Hütte, sondern ich hatte auch einen zeitgemäßen großen Korb für meine Leckereien. Limonade, Kirschkuchen und Flachswickel, sowie Decken zum Sitzen und Abdecken der Tupperdosen (wie um Himmels willen haben die Leute damals ihren Kuchen transportiert?) hatte ich eingepackt und damit war der Korb voll und schwer.
Zeitgleich war das der Testlauf für meine neuen braunen Rokoko-Schuhe mit rutschiger Ledersohle – da merkt man wie glatt der Steinweg vor dem Schloss durch die Zeit geworden ist, ich hatte kaum Halt und habe mich nur auf dem Kies fortbewegt und dabei hatte ich die Sohlen schon angeschliffen und eingelaufen…trotzdem waren sie sehr bequem und ich hatte weder blutige Stellen noch Blasen, defintiv ein Pluspunkt!

Das Picknick war wirklich sehr groß. Etwa 50 kostümierte Leute waren anwesend. Einige zwar in nicht ganz so authentischem Look, aber das Bild war trotzdem sehr stimmig, alles in Pastelltönen und eben im passenden Ambiente. Aufgrund der anstrengenden Haltung beim auf dem Boden sitzen (und den Strumpfbändern) sind uns ständig die Beine eingeschlafen, sodass wir im nächsten Jahr auf jedenfall Tisch und Stühle mitbringen.
Dafür haben wir uns schön die Beine im Park vertreten können und es sind ein paar schöne Fotos entstanden.

Da mir die Jacke irgendwie noch zu langweilig schien habe ich ein paar Schleifen auf die Front genäht, die trotz nächtlicher Arbeit halbwegs gerade sitzen. Die gleiche Farbe ziert der Hut, den ich auch einen Tag vorher noch fertig bekommen habe. Eine Anleitung dazu wird es in der nächsten Zeit geben, ich habe nämlich brav alle Arbeitsschritte dokumentiert.

Ausserdem habe ich eine neue Chemise mit einem Rüschenkragen, der ebenfalls nochmal etwas Pepp ins Outfit bringt – auch dazu werde ich bei Zeiten mal einen extra Beitrage erstellen, ich habe nämlich die Nacht zuvor nochmal die Rüschen verkleinert, weil sie zu breit waren und das Ganze irgendwie nach billiger Mittelalter-Pseudo-Bluse aussah, doch verkürzt gefällt es mir besser und ich bin froh, dass ich die Mehrarbeit auf mich genommen habe.