Die Outlander sammeln Maroni…

Die Outlander sammeln Maroni...

Wieder einmal war ein Treffen in Heidelberg, diesesmal auf dem Heiligenberg bei der Thingstätte und den dortigen Ruinen. Unser Gruppenmotto war Outlander, weil wir alle fleißig Kostüme genäht hatten, aber noch keinen richtigen Anlass zum Ausführen hatten – welcher Monat bietet sich da besser an, als der Oktober um das schöne Highlandwetter zu haben? Obwohl es morgens bei mir noch in Strömen geregnet hat und ich schon dachte, das fällt alles buchstäblich ins Wasser (ich hatte innerlich schon Alternativpläne geschmiedet) hatte sich das Wetter bis zum Mittag beruhigt und die Sonne war teilweise so stark, dass wir richtig zu schwitzen anfingen.

Mein Outfit bestand aus einem karierten Wollrock, einem Unterrock aus Leinen, meiner blauen Leinenjacke mit Schnürung, sowie einem Fichu, Mitts, Stulpen an den Beinen und einem Wollschal. Zudem habe ich auf die Strümpfe verzichtet und gleich eine warme Strumpfhose angezogen, und mein Wollcape war natürlich auch dabei, wurde aber nicht fotografiert – weil zu dem Zeitpunkt ging es gut ohne Cape. Ich bin froh, dass ich mich für genau die richtige Menge Kleidung entschieden habe…wäre es allerdings kälter gewesen, hätte ich durchaus noch einen wärmeren Unterrock benötigt und da wäre eine Jacke aus Wolle vielleicht auch gut gewesen – das sollte ich dringend mal auf meine Liste setzen…bald ist Stoffmarkt vielleicht finde ich ja was Feines…


Sortieren und Posieren – das sieht auf den Bildern immer so easy aus, aber mit den Röcken ist das manchmal gar nicht so einfach…

Ich muss sagen ich bin regelrecht von diesem Jackenschnitt begeistert – meine rostrote Leinenjacke und die Blumenjacke basieren auf dem gleichen Schnitt und ich merke immer wieder wie bequem dieser Schnitt ist. Ich kann mich super bewegen, die Ärmel lassen viel Freiheit und durch die Schnürung bekommt man das Oberteil ganz schön anliegend geschnürt, ohne vorne mit Nadeln das irgendwie zustecken zu müssen…ich kann das nur empfehlen und werde sicherlich irgendwann nochmal eine Schnürjacke fertigen…

Unsere Outlandertruppe – leider waren aufgrund von Abwesenheit und Krankheit einige Männer verhindert – das sollte aber im nächsten Jahr besser sein!

Nach dem anstrengenden Aufstieg auf den Berg wurde erstmal das Picknick aufgebaut und wir konnten uns in Ruhe stärken. Es gab allerlei Köstlichkeiten, von erfrischenden Gurken-Sandwiches bis hin zum versunkenen Apfelkuchen – unsere Mrs Fitz hatte ihrem Namen alle Ehre gemacht.

Gestärkt haben wir dann ganz viele Fotos gemacht, diese Ruine war wirklich die perfekte Kulisse und da waren bei jedem wunderbare Fotos dabei – die Männer musste man zwar zwingen, aber die Mühe lohnte sich!


Eigentlich hatten wir ja vorgehabt Maroni zu sammeln, wie schon im Jahr zuvor – doch uns waren viele Andere zuvor gekommen…es lagen leider nur noch die leeren Schalen auf dem Boden und die wenigen die wir gefunden haben waren wirklich sehr, sehr klein. Naja dafür haben wir trotzdem viel Spaß gehabt und ich kann es kaum erwarten meine neuen Nähideen umzusetzen.

Belle aus „Die Schöne und das Biest“

Belle aus "Die Schöne und das Biest"

Dieses Wochenende war hier ComicCon und lange hab ich überlegt, was ich anziehen könnte und da hab ich glücklicherweise neulich den perfekten Film gesehen, nämlich die neue Verfilmung von „Die Schöne und das Biest“. Und schon in der ersten Szene mit Belle habe ich mich in ihr Kleid verliebt :)

DAS KLEID

Ausgesucht habe ich mir das blaue Kleid, welches Belle eigentlich die meiste Zeit trägt. Das Bildmaterial ist leider nicht sehr ergiebig, seltsamerweise…vermutlich weil der Film noch nicht auf DVD raus ist…zum analysieren reicht es trotzdem.

Belle trägt eine Chemise und darüber eine ärmellose Jacke, einen Rock und eine Schürze, sowie zwei Taschen.
Der Rock und die Schürze sind wohl selbsterklärend, aber das Oberteil ist etwas eigenartig, zwar optisch ein wenig am 18. Jahrhundert orientiert, aber die Front wirkt etwas seltsam, denn es gibt diese Art „Lappen“ der das Oberteil schließt. Er scheint an der linken Seite angehefet und wird rechts geschnürt. Und darunter ist dieser rote Lappen, bei dem ich leider gar nicht weiß, wie der angebracht ist (und vorallem welche Funktion er hat…) Ich könnte mir vorstellen, dass er ebenfalls geschnürt wird, allerdings auf der linken Seite, bzw. festgesteckt und etwaiges Durchschimmern der Chemise bei einer klaffenderen Schnürung des oberen Lappens verhindern soll – ist ja auch ein Fantasieentwurf und darum ja auch weniger funktional als optisch interessant…

DER SCHNITT
Ich werde es mir ziemlich einfach machen: ich verwende den Schnitt von meinen Rokokojacken, lass einfach die Ärmel weg und anstatt einer geschlossenen Schulterpartie gibt es eine Schnürbrustähnliche Zusammenführung. Den Frontlappen dürfte ich wohl selbst konstruiert bekommen und für die Chemise untendrunter nehm ich einfach meine bestehende. Rock und Schürze ist ja eigentlich ebenfalls sehr einfach, ich werde sie im der Machart des 18. Jahrhunderts machen, dann kann ich den Rock vielleicht auch anderweitig mal verwenden.
Ich werde zudem eine Schnürbrust unter dem Kleid tragen, denn das gibt dem ganzen eine bessere Form und die Röcke schneiden nicht ein.

Angefangen hab ich mit dem Rock aus blauem Leinen, der endet etwa eine handbreit über dem Knöchel.


Die Jacke einmal von außen, einmal von innen.


Das Festlegen der Schnürösen, die natürlich von Hand gestochen wurden.

Dann habe ich den Rückenteil meiner Rokokojacke ebenfalls aus dem Leinen geschnitten und mich dann an den Frontlappen gemacht.
Den Lappen hab ich mit einem Nesselstoff in etwa am Körper nachgeformt und das als Schablone benutzt. Eigentlich ist es im Original ein anderer Stoff, ich hab aber keinen, der so aussieht und wollte jetzt nicht extra dafür bestellen…das Stofflager soll ja kleiner werden.


Das Oberteil einmal auf die Schnürbrust gesteckt um zu testen, ob der Frontlappen gut sitzt und inwieweit die Schnürung später klafft.


Wie man sieht: alles noch gesteckt, um kleine Änderungen machen zu können.

Den roten Lappen habe ich einfach als Viereck ausgeschnitten und stecke ihn lose auf die Schnürbrust wie einen Stecker.
Die Schürze habe ich vorne in kleine Falten gelegt und mit langen Bändern versehen, die wird dann hinten gebunden.


Die zwei fertigen Taschen, allerdings noch nicht an das Band angenäht, mit welchem sie später umgebunden werden.

Die Taschen sind optisch ja wie eine Rokokorocktasche, nur dass sie außen getragen werden. Ich hatte keinen blaugestreiften Stoff mehr für die untere Tasche, da habe ich einfach blaue Stoffstreifen mit der Maschine aufgenäht. Da sie fast komplett von der roten abgedeckt wird, geht das ganz gut. Sie haben das Band aus dem Kleidleinenstoff und werden auf der Seite gebunden.
Dann gibt es noch einen Unterrock aus gestreifter Baumwolle und das Outfit ist komplett.


An sich bin ich sehr zufrieden, einige kleine Änderungen könnten noch gemacht werden, zum Beispiel sind die Träger etwas zu lang, und der Überrock leider auch, da fehlen einige cm, damit der Unterrock mehr herausschaut – leider war das im anbetracht der Zeit nicht mehr möglich, ich werde es aber bei Zeiten ändern.

Zauberstab-Workshop

Zauberstab-Workshop

OLLIVANDERS
MAKERS OF FINE WANDS
SINCE 382 b.c.

zauberstab1

Ich habe ein ganz tolles Tutorial zum „Zauberstab selbermachen“ gefunden unter diesem Link kommt ihr zum Original. Das sah so extrem einfach aus und trotzdem toller Effekt, dass ich dachte: das schenk ich meinen Harry-Potter Fanatikern zum Geburtstag (meine Sis und meine beste Freundin). Das ist bereits schon etwas länger her und wir haben sehr lange gebraucht um mal einen Termin zu finden das zu machen…

Es gibt dieses Tutorial ja schon und trotzdem schreib ich es nochmals inkl. meinem Erfahrungsbericht, weil so einfach wie es aussah war es dann doch nicht.

Material:

* Essstäbchen (bestenfalls komplett rund)

* Heißklebepistole und Munition (wir haben bestimmt um die 15 Stangen vernichtet)

* Holzplatte (irgendwo muss die Heißklebepistole ja abgestellt werden)

* Perlen, Draht oder andere Dekoration (ich habe das im 1€-Shop gekauft)

* Acrylfarbe (dazugehörige Pinsel etc.)

* viele Wassergläser oder andere Behältnisse!

zauberstab11 zauberstab12Während die Heißklebepistole warm wird, haben wir uns überlegt, wie wir schön dekorieren. Da die Essstäbchen nicht sonderlich lang waren, haben wir jeweils hinten eine große Holzperle hingeklebt, um den Stab etwas zu verlängern. Vor allem Geduld ist angebracht (ich hatte sie nicht und hab mir mehr als einmal den Finger verbrannt), denn man muss den richtigen Moment erwischen, bis der Kleb kalt genug ist, um ihn unbeschadet anzufassen und zu formen, aber noch nicht zu kalt, als dass er schon zu fest ist. Schicht für Schicht haben wir drauf geklatscht und lustig mit Perlen und Drähten versucht interessante Muster zu kreieren. Wichtig dabei, dass alles ‚fest‘ sitzt später, da es sonst wieder abfallen könnte und natürlich keine seltsamen Dinge die wegstehen, das würde etwas unnatürlich aussehen.

Als wir mit diesem Schritt fertig waren, dachte ich „Oh gott – das ist total schief gegangen…die sehen sowas von dämlich aus!“.

zauberstab13 zauberstab14Das Bunte an sich ist gar nicht so schlimm, aber dieser Kleb sieht total unförmig aus. Wir waren alle etwas ernüchtert, aber mit Coldmirror und ihren tollen, selbstgeschriebenen Harry-Potter-Geschichten als Hörbuch, haben wir unsere Begeisterung wieder zusammengekratzt und ran gings an die Farbe.

Ich habe stinknormale Acrylfarbe verwendet, alle Brauntöne, Schwarz und Weiß die ich hatte habe ich in die Mitte geworfen. Jeder hat einen Pinsel in die Hand gedrückt bekommen und los gings! Während wir malten sind mir einige Dinge aufgefallen: 1. der Zauberstab wird hammergeil, wenn er eine einheitliche Farbe bekommt! 2. da das Ding ja rund ist und man auch rundum malt, darf man nur zur Hälfte malen und lässt es dann trocknen um später die andere Seite zu malen, und da kommt auch schon 3. man sollte sich vorher Gedanken machen WIE und WO man das Ganze trocknen lässt. Auf dem Fußboden ging schlecht, also haben wir schnell einige Trinkgläser organisiert und darin die Stäbe gestellt. Bestenfalls hat man für jeden Stab ein eigenes oder zumindest für jede Farbgruppe, weil die sehr gerne zusammen rutschen und man will ja keine Fremdfarbe drauf haben. Bunte Perlen müssen meist zweimal bemalt werden, damit es richtig deckt, mit dem Pinsel muss man in alle Ecken, damit kein Kleb mehr durchschimmert und Draht lässt sich prinzipiell ganz schlecht bemalen…tja danach ist man immer schlauer!

zauberstab16 zauberstab15

Dann präsentiere ich einmal das Endergebnis. Ich würde die gerne noch mit einem matten Lack überziehen, damit die Farbe hält uns sie nicht ganz so glänzen…das sieht dann glaub mehr nach Holz aus.

Die Stäbe sind von mir und in der Reihenfolge der Entstehung abgebildet:

zauberstab8 zauberstab7 zauberstab5 zauberstab6
zauberstab6zauberstab6

Das sind Stäbe von meiner Sis und meiner Freundin:
zauberstab4 zauberstab3Und nochmal alle im Überblick:

zauberstab2