Eine Einladung zum Ball…

Eine Einladung zum Ball...

Wie der Titel vermuten lässt besuche ich dieses Jahr einen Ball und dafür brauche ein Outfit. Da dieses Jahr der 200. Todestag von Jane Austen ist, steht der Ball unter diesem Motto. Was wäre also naheliegender als ein Empirekleid? Eine Epoche mit der ich mich bisher nur mäßig auseinandergesetzt habe, obwohl die Kleider verhältnismäßig einfach konzipiert sind. Ich habe einen wunderschönen Voile entdeckt (Seiden-/Baumwollmischung) und wusste sofort: das gibt mein Kleid!
Zuallererst habe ich mich an ein neues Schnürleib gemacht, denn unter ein Ballkleid kann ich unmöglich mein Reiseleibchen anziehen. Da Kurzmieder ja eigentlich nur aus einer geraden Stoffbahn, zwei Keilen und Trägern bestehen, habe ich es kurzerhand selbst entworfen.

This year I got an invitation to my first ball and I have nothing to wear! The motto of the ball is Jane Austen’s anniversary of death. So I decided I gonna need to sew a empire ball gown! Empire dresses are not very complicated, but I just made one dress of this era and I thought a long time about what I really want. I found some voile fabric (silk/cotton mix) and chose this for my dress.
Before I started with the dress, I made new short stays. It would be inappropriate to wear my traveling stays on a ball. Short stays are very easy constructed, cause it is just a fabric length with two gussets and two straps, so I drafted my own pattern.


Der Unterbau ist damit fertig, nun kann ich mich in Ruhe dem Kleid widmen. Für das Oberteil verwende ich das Schnittmuster aus dem Amercian Duchess Buch und passe es auf mich an.

The undergarment is finished and I can start with the dress. For the bodice I used the pattern of the new American Duchess Book.


Wie man sieht musst ich einiges an Anpassung vornehmen, aber bei so wenig Stoff ist das ja schnell getätigt. Da der Voile so dünn ist, habe ich eine Lage Batist unten drunter gepackt. So ist der Stoff ein bisschen besser vor Abreibung geschützt und der Rock bekommt etwas mehr Volumen. Zusätzlich hat das Oberteil noch ein Futter aus Baumwolle, damit das Oberteil schön eng sitzt und mir nichts ausreißt.

I had to change many things, but I finished so quick, because the bodice is so simple designed. The voile is a very thin fabric, so I used a layer of batist to protect the fabric and to give the skirt a little volume. Additionally I used cotton as lining for the bodice. So it fits smooth and nothing could tear out.

Hier seht ihr den Stoffzuschnitt. Es fehlen allerdings noch Frontlappen und Ärmel, die habe ich später zugeschnitten, weil ich mich noch nicht genau auf die Form festgelegt hatte.
Unglücklicherweise habe ich festgestellt, dass ich anstatt den geplanten 4m nur 3m bestellt habe – das reichte gerade so für den Rock. Allerdings kam ich nicht drum herum an der Seite etwas zu stückeln, sonst wäre der Rock nicht überall gleich lang. In dem Zuge habe ich auch gleich alles fein versäumt.

My fabric cutting, just the bib and the sleeves are missing. Unfortunately I noticed that I ordered 3m instead of 4m! And luckily it was enough for the skirt. I had to patch a little part, otherwise the skirt wouldn‘t be on the same length.


Sehr lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich den Verschluss mache. Ich hatte eigentlich vorgehabt, den Frontlappen mit einem Band innen zu befestigen, allerdings sah das nicht besonders gut aus und es gab kleine optische Probleme, weil sich dadurch sehr schnell ein Schlitz auftat. Ein Band außen hätte den schönen Rücken zerstört und dank eines wunderbaren Films kam ich darauf, dass ich ja auch Knöpfe an der Seite anbringen konnte! Gesagt – getan.

Longt time I was not sure how to close this dress. Actually drop front dresses were closed with ribbons in the bag. But a ribbon would destroy the lovely back, so I thought I could tie the ribbon inside the dress, but it looked not very nice. Thank god I watched a movie from this era and found the solution: buttons!


Die Front wird unter dem Lappen geschnürt, sodass der Rücken schön eng anliegt. Dann wird der Lappen hoch geklappt und mit zwei Nadeln festgesteckt.

The bodice is closed in the front with lacing, so it fits smooth and then the bib comes up and is fixed bei two needles.


Zudem habe ich ein kleines Detail am Ärmel angebracht, indem ich einfach eine Falte gelegt habe, die dem ganzen etwas Eleganz gibt.

Some little detail of the sleeve: I folded a pleat so the sleeve looks a little bit more elegant.

Und damit war das Kleid auch fertig. Komplett handgenäht und mit einigen Pausen dazwischen habe ich ungefähr einen Monat benötigt und ich bin sehr zufrieden!

The finished dress! Completly handsewn and with some breaks I needed about a month for finishing and I am very happy with this dress!


Natürlich fehlen noch wichtige Accessoires, wie eine Tasche, ein Schal, passende Schuhe und Ideen für eine Frisur – aber da der Ball erst im Juni ist habe ich sicherlich auch Zeit dafür!

Of course some important accessoires are missing, like a bag, a scarf, shoes and ideas for a good hair style – the ball is in june so I hope I can finish everything!

Tutorial: Bergère

Tutorial: Bergère

Der wohl beliebteste Hut im 18. Jahrhundert war die Bergère (französisch = Schäferin). Eigentlich ein Hut der arbeitenden Bevölkerung, wurde der Hut im Sinne der „Schäferromantik“ auch beim Adel populär. Klassisch war der Hut ein Rad aus Stroh und hatte eine kleine flache Krone. Die Oberschicht trug aber auch gerne in edlen Stoffen bezogene Exemplare.

The most popular hat of the 18th century was called bergère. (french = shepherdess) Actually this was the hat style of the working class, but with the upcoming passsion for the shepherdess style the hat became popular in the Upperclass. It was a straw wheel with a shallow crown. The upperclass had also examples made of expensive fabrics.

MATERIAL

* Hutstroh oder 1-2 Tischset
Hutstroh ist teilweise schwer zu bekommen, aber wer welches findet oder Reste hat, kann sich so einfach einen großen Teller nähen. Meine Exemplare haben meist einen Durchmesser von 40cm – 50cm.
Eine beliebte und effektive Möglichkeit sind runde Tischsets aus Stroh. Die gibt es bei Inneneinrichtungshäusern, Baumärkten und Dekoshops – wichtig dabei ist: sie sollten aus echtem Stroh bestehen. (wenn ihr euch unsicher seid: riecht daran – Stroh hat immer einen Eigengeruch)
Wer seinen Hut ohnehin beziehen möchte kann Buckram oder ähnliche feste Materialien verwenden und die Krone nähen. (Definitiv der höhere Aufwand)
Wer nur Kunststoffsets findet kann diese natürlich mit Draht verstärken (dazu im Zickzackstich den Draht auf der ganzen Hutfläche anbringen). Damit kann der Hut auch geformt werden und ist etwas stabilisiert – so fest wie ein Strohhut wird er aber nicht werden.

* Hat Straw or 1-2 table mat
It‘s difficult to buy hat straw, if you have some you can easily sew a round plate. My examples have often diameters of 40 – 50 cm.
A good alternative is a table mat made out of straw. You can find them in craft shops, hardware houses or decoration stores – just make sure that it is made of real straw (if you are not sure: straw smells!) If you want to cover your hat with fabric, then buckram or similiar materials can be used, but you have to sew the crown by hand. (extra effort)
You can also use plastic table mats, but then you have to stabilise it with wire. (use the zig zag stitch to fix the wire) But it will never be as solid as a real straw hat.

HERSTELLUNG / HOW TO DO

#01 Legt zuvor fest, wie groß euer Hut werden soll. Es gab sowohl kleine, als auch riesige Hüte – am besten bekommt man ein Gefühl, wenn man sich die Haare leicht macht und den Hut an den Kopf hält. Gerade bei einer großen Perücke kann ein Hut sehr schnell klein und verloren wirken. Sollte er euch zu klein sein, trennt vom zweiten Tischset einige Bahnen auf und näht sie an den bestehenden an. Stroh kann man übrigens mit der Nähmaschine nähen.

#01 First think about the size the hat should get. If you‘re not sure, just do your hair (or your wig) and put your unfinished straw hat on it. With a big wig a small hat could easily look little and poor. If it seems to small, undo the second table mat and sew the straw cord around the first mat until you get you‘re favorite size. Straw can simply be sewn by your sewing machine.

Mein Rohling besteht aus Palmenblättern, ein sehr leichtes Material. Ich habe in etwa 4 Bahnen ergänzt.
My blank hat is made out of palm leaves, a very light material. I added about 4 rounds.

#02 Sucht euch eine runde Dose und feuchtet euer Stroh in der Mitte an. Stülpt den Hut über die Dose, damit eine Krone entsteht. Bindet einen Faden um die Krone, damit der Hut nicht in seine Ursprungsposition zurück kann und lasst ihn trocknen. Meine perfekte Dose ist übrigens meine Body Creme mit einem Durchmesser von 10cm.

#02 Use a round shaped box to form the crown. Wet the center of your hat and put it over your box. Tie a string around to fix it and let it dry. My perfect box is my body butter box with a diameter of 10cm.

links: der Hut von unten während dem Trocknen – rechts: die Krone in trockenem Zustand. / left: the bottom while drying – right: the crown already dry.

#03 Falls ihr den Hut schlicht wollt, dann seid ihr jetzt fertig, oder ihr möchtet noch dekorieren: dann fängt der Job gerade erst an! Ich hole immer meine Dekokisten heraus und probiere viel aus. Passend zum Kleid kann das ein farbiges Band sein, nur gebunden, gerafft oder in Falten, vielleicht einige Schleifen? Kunstblumen geben dem Hut einen sommerlichen und verspielten Charme (aber Achtung – die sind meist schwer, testet wie „stark“ euer Hut ist, nicht dass er durchhängt). Und natürlich sehr beliebt: Federn in allen Farben und Formen – unterschätzt nicht wie viel man davon brauchen kann!

#03 If you want a clean hat, than you‘re now finished. If you want some deocoration, you can start beeing creative. Try many things and try to fit it to your dress. A ribbon, maybe ruffled or with a bow? Some feathers? Or flowers? (take care: plastic flowers have a lot of weight – is your hat strong enough?)

Mein fertig dekorierter Hut. / My finished decorated hat.

TRAGEWEISE / HOW TO WEAR

Der Hut konnte auf verschiedene Arten getragen werden:
# mit einer Hutnadel
# mit einem Band am Hinterkopf
# mit einem Band unter dem Kinn

Bei der Bandversion lief das Band entweder über die Hutkrone und verformte den Hut leicht, oder es war unter der Hutkrone angebracht und der Hut behielt seine ursprüngliche Form. Am Hinterkopf gebunden ist eigentlich relativ sicher. Unter dem Kinn ist die sicherste Variante und wurde wohl vorwiegend von der arbeitenden Bevölkerung getragen, denn bei starkem Wind hält der Hut dann trotzdem. Es gab sicherlich auch Variationen mit Band und Nadelkombination.

You could wear your hat with a hatpin or a ribbon in the back of your head or a ribbon under your chin. If you choose a ribbon you can tie it over the crown (changes the shape of the hat a bit) or you can attach it at the hat bottom. Wearing the ribbon in the back is very secure. Wearing the ribbon under your chin is only neccessairy if you work and move your head a lot. (or it is very windy) A combination of hatpins and ribbons were also common.

Eine schlichte Version mit einem Band aus dem Reststoff des Rockes. / A simple version with a ribbon made out of the skirt fabric.

Hier trage ich den Hut auf einer Haube nur mit einem Band am Hinterkopf befestigt. / Wearing the hat over my cab with a ribbon.

Dieser Hut ist komplett mit schwarzem Filz bezogen und hält mit einer Hutnadel. / This hat is covered with black felt and fixed with a hatpin.

Happy New Year!

Ich wünsche euch allen ein frohes Neues Jahr!
Mein Vorsatz für dieses Jahr ist es diesen Blog zweisprachig weiterzuführen, damit auch internationale Besucher hier stöbern können. In den nächsten Tagen gehen nach und nach die bereits fertigen Tutorials online und ich hoffe, dass ich Zeit finde die alten Einträge ebenfalls zu übersetzen.

In diesem Zuge auch ein Dankeschön für das letzte Jahr – es waren sehr viele Besucher auf der Seite und das spornt natürlich an auch weiterhin hier zu veröffentlichen.

Die besten Wünsche für euch!
Miss Parlic

I wish you all a happy new year! My resolution for the new year is to add english texts to all my posts so also international visitors can read this blog. The finished tutorials will go online the next days and I hope I have the time to translate old blog posts. I try my very best to translate it into right Englisch – so excuse some mistakes (or tell me a better way to write…)

Thank you also for the last year. There were so many visitors on this blog that makes me very happy and gives me the passion to show my work here.

Wish you the best!
Miss Parlic

Riding Habit um 1780

Riding Habit um 1780

Ein Riding Habit stand schon lange auf meiner Liste und zum letzten Wochenende hatte ich ihn das erste Mal an. Er besteht aus einem Habit Shirt, einem Waistecoat, sowie Jacke und Rock.
Das Shirt, bzw. die Bluse ist aus einem weißen Batist. Die Weste hat eine Front aus hellblau-weiß gestreifter Baumwolle und einen Rücken aus natufarbenem Leinen. Die Jacke ist aus dünner, dunkelblauer Wolle. Ich trage ein großes Pokissen, das ich extra dafür angefertigt habe und zwei Unterröcke aus Leinen und Baumwolle darunter.

Last weekend I was wearing my riding habit the first time. The outfit includes a habit shirt, a waistecoat, a jacket and a skirt. For the shirt I used a white batiste, for the waistecoat a blue-white striped cotton and creme linen in the back, and for the jacket I found some thin, darkblue wool. I‘m wearing a big bum pad and two other skirts made out of linen and cotton under it.


Inspiriert war ich von vielen verschiedenen Gemälden und natürlich auch von einem Outfit aus dem Film „Die Herzogin“. Zufällig habe ich nämlich Kunstfell in einem tollen Braunton gefunden, aus dem ich meinen Muff gefertigt habe. Dementsprechend musste ich natürlich meinen Zuspruch für die Whigs verkünden!

I got inspired by different paintings and (of course) the movie „The Duchess“. Luckily I found a fake fur in a great shade of brown and I had to make a muff out of it! Now I can support the whig party!!

Aus Zeitgründen fehlen noch einige Sachen, denn ich möchte noch sichtbare Handnähte anbringen und das Ärmelfutter fehlt noch. Ansonsten bin ich sehr zufrieden, denn das Outfit ist super bequem. Damit ich auch an kälteren Tagen damit raus kann möchte ich noch einen passenden Umhang mit warmem Futter und passender Pelzborte nähen.

Unfortunately I hadn‘t enough time to finish everything, so some things are missing for example the sleeves lining or the handstitchs all around. Apart from that I‘m very satisfied and it is so comfortable to wear! I want to sew a matching cape with a warm lining and some fake fur trimming.


Außerdem habe ich mir einen neuen Hut gemacht, der schon lange auf meiner Favoritenliste steht und zu dem mir immer das passende Outfit gefehlt hat. Eine Anleitung dazu kommt, sobald meine überarbeiteten Anleitungsseiten wieder online gehen.

That is my new hat – it was such a long time on my sewing list and I think it fits very well. I will write a tutorial if I can find a little time for it.

Die Outlander sammeln Maroni…

Die Outlander sammeln Maroni...

Wieder einmal war ein Treffen in Heidelberg, diesesmal auf dem Heiligenberg bei der Thingstätte und den dortigen Ruinen. Unser Gruppenmotto war Outlander, weil wir alle fleißig Kostüme genäht hatten, aber noch keinen richtigen Anlass zum Ausführen hatten – welcher Monat bietet sich da besser an, als der Oktober um das schöne Highlandwetter zu haben? Obwohl es morgens bei mir noch in Strömen geregnet hat und ich schon dachte, das fällt alles buchstäblich ins Wasser (ich hatte innerlich schon Alternativpläne geschmiedet) hatte sich das Wetter bis zum Mittag beruhigt und die Sonne war teilweise so stark, dass wir richtig zu schwitzen anfingen.

Again there was a costume meeting in Heidelberg, this time on the „Heiligenberg“ near the „Thingstätte“. The motto was „Outlander“, because we all had finished Outfit but never had the chance to wear it. Best month for this theme is October with its great highlander weather. In the morning it was raining and we thought we had to meet somewhere else, but at noon it was getting better, the sun cames out and burned at us. (it was really hot for October!)

Mein Outfit bestand aus einem karierten Wollrock, einem Unterrock aus Leinen, meiner blauen Leinenjacke mit Schnürung, sowie einem Fichu, Mitts, Stulpen an den Beinen und einem Wollschal. Zudem habe ich auf die Strümpfe verzichtet und gleich eine warme Strumpfhose angezogen, und mein Wollcape war natürlich auch dabei, wurde aber nicht fotografiert – weil zu dem Zeitpunkt ging es gut ohne Cape. Ich bin froh, dass ich mich für genau die richtige Menge Kleidung entschieden habe…wäre es allerdings kälter gewesen, hätte ich durchaus noch einen wärmeren Unterrock benötigt und da wäre eine Jacke aus Wolle vielleicht auch gut gewesen – das sollte ich dringend mal auf meine Liste setzen…bald ist Stoffmarkt vielleicht finde ich ja was Feines…

My outfit includes a woolen skirt, a linen underskirt, a blue linen jacket with lacing in the front and fichu, mitts and my wool scarf. I had also my woolen cape with me, but most of the time it was warm enough to walk without. It was very comfortable and warm, but with a colder weather this outfit wouldn‘t be warm enough. Maybe I should add a woolen jacket on my sewing list…in some weeks comes the fabric market, maybe I can find some wool fabric there…


Sortieren und Posieren – das sieht auf den Bildern immer so easy aus, aber mit den Röcken ist das manchmal gar nicht so einfach…

Ich muss sagen ich bin regelrecht von diesem Jackenschnitt begeistert – meine rostrote Leinenjacke und die Blumenjacke basieren auf dem gleichen Schnitt und ich merke immer wieder wie bequem dieser Schnitt ist. Ich kann mich super bewegen, die Ärmel lassen viel Freiheit und durch die Schnürung bekommt man das Oberteil ganz schön anliegend geschnürt, ohne vorne mit Nadeln das irgendwie zustecken zu müssen…ich kann das nur empfehlen und werde sicherlich irgendwann nochmal eine Schnürjacke fertigen…

I have to say that I love my jacket pattern. My flower jacket and the red linen jacket also based on it and they are all so comfortable. I can move so well in it, the sleeves are perfect and with the lacing in the front the jacket fits very smooth – this will not be my last jacket with lacing.

Unsere Outlandertruppe – leider waren aufgrund von Abwesenheit und Krankheit einige Männer verhindert – das sollte aber im nächsten Jahr besser sein!

Nach dem anstrengenden Aufstieg auf den Berg wurde erstmal das Picknick aufgebaut und wir konnten uns in Ruhe stärken. Es gab allerlei Köstlichkeiten, von erfrischenden Gurken-Sandwiches bis hin zum versunkenen Apfelkuchen – unsere Mrs Fitz hatte ihrem Namen alle Ehre gemacht.

The way up was exhausting, so on the top of the hill it was time to build up the picknick. We had so many delicious selfmade things to eat! There were cucumber sandwiches, an old apple cake recipe, vegetable pies and more – our Mrs Fitz was very satisfied! Just porridge was missing…

Gestärkt haben wir dann ganz viele Fotos gemacht, diese Ruine war wirklich die perfekte Kulisse und da waren bei jedem wunderbare Fotos dabei – die Männer musste man zwar zwingen, aber die Mühe lohnte sich!

With new energy we did some photos in the ruins, that was the perfect setting! We had to force our gentlemen to come with us and assist, but it was worth it!


Eigentlich hatten wir ja vorgehabt Maroni zu sammeln, wie schon im Jahr zuvor – doch uns waren viele Andere zuvor gekommen…es lagen leider nur noch die leeren Schalen auf dem Boden und die wenigen die wir gefunden haben waren wirklich sehr, sehr klein. Naja dafür haben wir trotzdem viel Spaß gehabt und ich kann es kaum erwarten meine neuen Nähideen umzusetzen.

Actually we wanted to collect some maroni like the year before, but this time so many people were on this hill and all maronis were already collected. However – it was such a great day and I have so many new ideas what I have to sew…

Löwenzahn sammeln

Löwenzahn sammeln

Vergangenes Wochenende war ich wieder mal im schönen Heidelberg und habe zusammen mit einigen anderen einen schönen Spaziergang gemacht und dabei Löwenzahn gesammelt, aus dem wir nachmittags ein leckeres Pesto gekocht haben.
Mein Ensemble bestand aus der rostroten Leinenjacke, einem sandfarbenem Baumwollrock, meinem Wollcape und den Wollmitts (die ich in aller Eile und vor lauter Furcht vor kaltem Wetter noch in der Nacht vorher genäht habe). Das Wetter war uns aber so gnädig, dass ich sogar die meiste Zeit auf das Cape verzichten konnte.

Wir waren auf dem Ehrenfriedhof der Stadt unterwegs – da waren zum Glück nur wenig Leute, dafür aber ganz viel Löwenzahn! Wenn man so direkt vor den Blättern sitzt, ist man sich plötzlich nicht mehr sicher, was alles Löwenzahn ist und was Unkraut…und vorallem: wieviel Blätter ergeben 50g? Wir waren so eifrig, dass wir auf 170g später kamen, also hätten wir Pesto für zehn Leute mehr machen können.

Später im Wald stellte sich dann wieder die Komplikation: enge Wege mit Brombeeren vs. lange Röcke. Ich habe auf die Löcher verzichtet und mich mühevoll befreit. (um mich dann einen Schritt weiter wieder zu verfangen…)

Hier noch unser verwendetes Rezept zum nachmachen – das ist sehr herb im Geschmack, wer das mag sollte es unbedingt ausprobieren!

Löwenzahnpesto
– 50g Löwenzahn
– 50g Mandeln
– 50g Emmentaler (gerieben)
– 2 Zehen Knoblauch
– 6 EL Olivenöl
– 1/2 Zitrone (gepresst)
– Salz/Pfeffer

Das ganze zusammen klein mixen und dazu Spaghetti – ein Traum!


Zu Gast in Wackershofen Anno Domini 1757

Zu Gast in Wackershofen Anno Domini 1757

Letztes Wochenende waren meine Schwester und ich in Schwäbisch Hall zu Gast im Freilandmuseum, in welchem eine Museumsbelebung statt fand und wir dachten wir beleben das ebenfalls ein wenig, indem wir unsere Kostüme raus kramen und ein bisschen die dortigen Straßen bewandern. Das Museum ist schon seit langem ein kleiner Lieblingsort von mir, denn hier sind sehr liebevoll alte Häuser aus der Umgebung im Original umgesiedelt worden und das Museumsgelände ist rießig, sodass schöne Streuobstwiesen und Kuhweiden zwischen den Häusern liegen.

Zum Glück hatte unser Chauffeur Dienst und wir konnten schon im Kostüm anreisen – in der Ikeatasche sind unsere Fichus, Hüte und die Notfall-Capes (morgens war das Wetter nämlich sehr trüb und es hatte nur 14 Grad – da wussten wir noch nichts von dem kommenden Sonnenschein)
Auf dem Museumsgelände trafen wir später auf Fjalladis (von fjalladis.de) und Patty Coat und flanierten ein wenig und bewunderten die schönen Häuser – wir wären wahrscheinlich alle sofort eingezogen, wären nicht ständig die Museumsbesucher vorbei gekommen…

Ich war hellauf begeistert, es war ein wirklich toller Tag mit Sonne aber nicht all zu heiß, sodass es gerade so auszuhalten war. Das Gelände dort ist super schön – ich kann das jedem nur ans Herz legen und alle Häuser waren geöffnet, so dass es viel zu entdecken gab. Man konnte den Darstellern beim Arbeiten über die Schulter sehen, wir durften selbstgebackenen Kuchen aus einem alten Ofen probieren und hatten wirklich tolle Gespräche mit einigen Leuten, die uns dem Reenactment näher gebracht haben, mit dem ich bisher noch keinen richtigen Kontakt hatte, aber mich schon immer gereizt hat.

Meine Schwester hatte meine Outlander-Jacke aus Leinen an, dazu einen beigen Leinenrock und eine lachsfarbene Schürze (ebenfalls aus Leinen) die wirklich wunderbar zum Outfit gepasst hat. Dazu meine Bergere, die ich zum Rokoko Picknick anhatte, allerdings mit weniger Dekoration. Fatal wie sich herausstellen sollte, denn der Hut ist so leicht, dass er bei den Windböen trotz Band nicht halten wollte. Hutnadel schied aus, weil sie durch die Haube gegangen wäre und wir Angst vor Löchern hatten, darum hatte sie ihn die meiste Zeit in der Hand.
Ich hatte ebenfalls ein Leinenensemble: eine rostrote Jacke, einen blauen Rock, sowie einen beigenen Unterrock (der eigentlich für etwas anderes gedacht war und länger als gedacht war, sodass er doch unten rauslugte…im Nachhinein nicht so schlimm aber eben auch nicht beabsichtigt…) und eine graue Schürze. Dazu eine gröbere Strohbergere (die schwer und damit gut gehalten hat) und ebenfalls eine Haube.


Picknick im Blühenden Barock

Picknick im Blühenden Barock

Letztes Wochenende fand im Ludwigsburger Schlossgarten (Blühenden Barock) ein großes Picknick im Stile des 18. Jahrhunderts statt. Seit drei Jahren organisiert die Kostümgruppe Teatro Veneziano dieses kleine Event und nur durch Zufall bin ich über diese Veranstaltung gestolpert und dachte – warum nicht…ist ja schließlich direkt vor der Haustür. Zudem habe ich ja ein Outfit das noch ungetragen im Schrank hängt und nur darauf wartet endlich ausgeführt zu werden, nämlich meine Blumenjacke um 1780.

Dank meines Chauffeurs ging es nicht nur direkt vor die Hütte, sondern ich hatte auch einen zeitgemäßen großen Korb für meine Leckereien. Limonade, Kirschkuchen und Flachswickel, sowie Decken zum Sitzen und Abdecken der Tupperdosen (wie um Himmels willen haben die Leute damals ihren Kuchen transportiert?) hatte ich eingepackt und damit war der Korb voll und schwer.
Zeitgleich war das der Testlauf für meine neuen braunen Rokoko-Schuhe mit rutschiger Ledersohle – da merkt man wie glatt der Steinweg vor dem Schloss durch die Zeit geworden ist, ich hatte kaum Halt und habe mich nur auf dem Kies fortbewegt und dabei hatte ich die Sohlen schon angeschliffen und eingelaufen…trotzdem waren sie sehr bequem und ich hatte weder blutige Stellen noch Blasen, defintiv ein Pluspunkt!

Das Picknick war wirklich sehr groß. Etwa 50 kostümierte Leute waren anwesend. Einige zwar in nicht ganz so authentischem Look, aber das Bild war trotzdem sehr stimmig, alles in Pastelltönen und eben im passenden Ambiente. Aufgrund der anstrengenden Haltung beim auf dem Boden sitzen (und den Strumpfbändern) sind uns ständig die Beine eingeschlafen, sodass wir im nächsten Jahr auf jedenfall Tisch und Stühle mitbringen.
Dafür haben wir uns schön die Beine im Park vertreten können und es sind ein paar schöne Fotos entstanden.

Da mir die Jacke irgendwie noch zu langweilig schien habe ich ein paar Schleifen auf die Front genäht, die trotz nächtlicher Arbeit halbwegs gerade sitzen. Die gleiche Farbe ziert der Hut, den ich auch einen Tag vorher noch fertig bekommen habe. Eine Anleitung dazu wird es in der nächsten Zeit geben, ich habe nämlich brav alle Arbeitsschritte dokumentiert.

Ausserdem habe ich eine neue Chemise mit einem Rüschenkragen, der ebenfalls nochmal etwas Pepp ins Outfit bringt – auch dazu werde ich bei Zeiten mal einen extra Beitrage erstellen, ich habe nämlich die Nacht zuvor nochmal die Rüschen verkleinert, weil sie zu breit waren und das Ganze irgendwie nach billiger Mittelalter-Pseudo-Bluse aussah, doch verkürzt gefällt es mir besser und ich bin froh, dass ich die Mehrarbeit auf mich genommen habe.

Belle aus “Die Schöne und das Biest”

Belle aus "Die Schöne und das Biest"

Dieses Wochenende war hier ComicCon und lange hab ich überlegt, was ich anziehen könnte und da hab ich glücklicherweise neulich den perfekten Film gesehen, nämlich die neue Verfilmung von “Die Schöne und das Biest”. Und schon in der ersten Szene mit Belle habe ich mich in ihr Kleid verliebt :)

DAS KLEID

Ausgesucht habe ich mir das blaue Kleid, welches Belle eigentlich die meiste Zeit trägt. Das Bildmaterial ist leider nicht sehr ergiebig, seltsamerweise…vermutlich weil der Film noch nicht auf DVD raus ist…zum analysieren reicht es trotzdem.

Belle trägt eine Chemise und darüber eine ärmellose Jacke, einen Rock und eine Schürze, sowie zwei Taschen.
Der Rock und die Schürze sind wohl selbsterklärend, aber das Oberteil ist etwas eigenartig, zwar optisch ein wenig am 18. Jahrhundert orientiert, aber die Front wirkt etwas seltsam, denn es gibt diese Art “Lappen” der das Oberteil schließt. Er scheint an der linken Seite angehefet und wird rechts geschnürt. Und darunter ist dieser rote Lappen, bei dem ich leider gar nicht weiß, wie der angebracht ist (und vorallem welche Funktion er hat…) Ich könnte mir vorstellen, dass er ebenfalls geschnürt wird, allerdings auf der linken Seite, bzw. festgesteckt und etwaiges Durchschimmern der Chemise bei einer klaffenderen Schnürung des oberen Lappens verhindern soll – ist ja auch ein Fantasieentwurf und darum ja auch weniger funktional als optisch interessant…

DER SCHNITT
Ich werde es mir ziemlich einfach machen: ich verwende den Schnitt von meinen Rokokojacken, lass einfach die Ärmel weg und anstatt einer geschlossenen Schulterpartie gibt es eine Schnürbrustähnliche Zusammenführung. Den Frontlappen dürfte ich wohl selbst konstruiert bekommen und für die Chemise untendrunter nehm ich einfach meine bestehende. Rock und Schürze ist ja eigentlich ebenfalls sehr einfach, ich werde sie im der Machart des 18. Jahrhunderts machen, dann kann ich den Rock vielleicht auch anderweitig mal verwenden.
Ich werde zudem eine Schnürbrust unter dem Kleid tragen, denn das gibt dem ganzen eine bessere Form und die Röcke schneiden nicht ein.

Angefangen hab ich mit dem Rock aus blauem Leinen, der endet etwa eine handbreit über dem Knöchel.


Die Jacke einmal von außen, einmal von innen.


Das Festlegen der Schnürösen, die natürlich von Hand gestochen wurden.

Dann habe ich den Rückenteil meiner Rokokojacke ebenfalls aus dem Leinen geschnitten und mich dann an den Frontlappen gemacht.
Den Lappen hab ich mit einem Nesselstoff in etwa am Körper nachgeformt und das als Schablone benutzt. Eigentlich ist es im Original ein anderer Stoff, ich hab aber keinen, der so aussieht und wollte jetzt nicht extra dafür bestellen…das Stofflager soll ja kleiner werden.


Das Oberteil einmal auf die Schnürbrust gesteckt um zu testen, ob der Frontlappen gut sitzt und inwieweit die Schnürung später klafft.


Wie man sieht: alles noch gesteckt, um kleine Änderungen machen zu können.

Den roten Lappen habe ich einfach als Viereck ausgeschnitten und stecke ihn lose auf die Schnürbrust wie einen Stecker.
Die Schürze habe ich vorne in kleine Falten gelegt und mit langen Bändern versehen, die wird dann hinten gebunden.


Die zwei fertigen Taschen, allerdings noch nicht an das Band angenäht, mit welchem sie später umgebunden werden.

Die Taschen sind optisch ja wie eine Rokokorocktasche, nur dass sie außen getragen werden. Ich hatte keinen blaugestreiften Stoff mehr für die untere Tasche, da habe ich einfach blaue Stoffstreifen mit der Maschine aufgenäht. Da sie fast komplett von der roten abgedeckt wird, geht das ganz gut. Sie haben das Band aus dem Kleidleinenstoff und werden auf der Seite gebunden.
Dann gibt es noch einen Unterrock aus gestreifter Baumwolle und das Outfit ist komplett.


An sich bin ich sehr zufrieden, einige kleine Änderungen könnten noch gemacht werden, zum Beispiel sind die Träger etwas zu lang, und der Überrock leider auch, da fehlen einige cm, damit der Unterrock mehr herausschaut – leider war das im anbetracht der Zeit nicht mehr möglich, ich werde es aber bei Zeiten ändern.

Empirekleid um 1809

Empirekleid um 1809

Ich habe vor langer Zeit aus einem rosa Stoff ein Empirekleid angefangen und leider liegt es immernoch unvollendet in der Nähkiste. Ich werde es wohl einfärben, denn der Farbton steht mir gar nicht und an diesem Stück sind mir auch gleich einige Sachen aufgefallen, die mir nicht so gefallen und die leider von der Beispielzeichnung des Schnitts abweichen.

So habe ich zum Beispiel den Brustbereich etwas gestaucht und die Raffung reduziert, denn tatsächlich wirkt meine Oberweite in dem rosa Ding, als hätte ich Doppel-D (und da bin ich weit entfernt und bin auch froh darüber…) Zum anderen war mit der Ausschnitt zu wenig, bzw. die Taille saß dadurch dann auch tiefer. Hinten genau das gleiche Spiel, auch da war mir der Ausschnitt nicht tief genug. Die Ärmel im Schnitt waren auch viel zu groß. Selbst in gerafftem Zustand würden sie fast den gesamten Oberarm bedecken und da sah nur plump aus, aber nicht wirklich schön.

Mit diesem Vorhaben also ging es an einen hellblauen Baumwollstoff mit kleinen aufgedruckten Blumen. Eigentlich hatte ich vor den Stoff mit der linken Seite nach außen zu verwenden, damit das Blumenmuster nicht so aufdringlich erscheint, aber irgendwie hat mir das nach dem Zuschneiden so gefallen, dass ich dachte: egal! Soll sowieso nicht 100% A werden und es hatte einfach so etwas frisches an sich…

Als Futter habe ich Bomull genommen. Scheinbar habe ich nämlich einen Ballen erwischt, der wohl etwas dickere Qualität als sonst ausspuckt. Es hat auf jedenfall mehr Stand als mein bisheriger Stoff von dieser Sorte und für dieses leichte Oberteil ist ja ohnehin nicht ganz so viel Festigkeit möglich.


Mit ein paar Stichen ist das schnell von Hand genäht.

Ich habe diesesmal auch etwas anders gearbeitet als beim ersten Mal, denn da fallen einem natürlich die Schwachstellen auf. Das Oberteil und den Rock habe ich z.B. erst an den Futterteil des Taillenbandes genäht und dann später das Oberstoff-Tailenband oben drauf, so ist der Rockteil zweimal gesichert und man kann mit der Nadel noch kleine Fältchen (die durch das Raffen etwas ungünstig liegen) korrigieren.


Hier sieht man: der Rockteil ist bereits dran und das Band wird von außen an festgeheftet.

Die Ärmel wollte ich relativ kurz haben (zumindest im Vergleich zum Originalschnitt) also habe ich den Originalschnitt stark komprimiert. Ansonsten ist die Vorgehensweise die gleiche, wie beim üblichen Ärmel einnähen. Erst habe ich einen Streifen mit der länge des späteren Armbands auf den gerafften Abschluss genäht, damit die Raffung sich nicht auflöst, bzw. verrutscht und um dieses Band wurde dann das eigentliche Armband genäht. Ebenfalls von außen und an den Enden wie auf dem Bild unten zu sehen eingefaltet. Selbe vorgehensweise auf der oberen Seite des Ärmels, mit dem Unterschied, dass die Ärmel direkt auf das Oberteilfutter geheftet und dann der Oberstoff umgeschlagen auf die Naht genäht wurde. Zu guter letzt natürlich die Raffnähte wieder rausgezogen und fertig ist das Oberteil.


Links der Ärmel mit den Raffungsnähten – Rechts das Armband für den unteren Abschluss zum Zusammensetzen gefaltet.

Den Rock habe ich von Hand mit einem Saumstich versäumt, das nimmt zwar Zeit in Anspruch, aber sieht hübscher aus, als von der Maschine. Mit der Maschine habe ich ohnehin nur die Rockbahnen zusammengenäht (also zwei Nähte) und der Rest ist alles von Hand vernäht worden, das finde ich effektiver und bin vermutlicher auch schneller, als wenn ich wieder irgendeine blöde Naht auftrennen muss.

Fehlen nur noch die Knöpfe und die Knopflöcher. Dazu muss ich sagen: ich näh gern Ösen, aber Knopflöcher hasse ich…und ich weiß auch warum: die werden nicht gleichmäßig bei mir, weil mir einfach die Übung fehlt. Aber das zu Üben habe ich auch keine Lust, also sollte ich mal ein Projekt suchen, bei dem man viele Löcher nähen muss :P Zudem hatte ich kein passendes Garn mehr im Haus, also habe ich mit normalem Faden doppelt gelegt die Löcher umstochen…geht schließlich genau so.
Für die Knöpfe habe ich beziehbare Metallknöpfe genommen, allerdings habe ich den Stoff selbst drum herum genäht und diesen Gegenpart unten weggelassen (bei mir funktionieren diese Knöpfe eh nie…)


Um viel Volumen im Rock zu haben, habe ich hinten tiefe Falten gelegt.

Und hier mein Ergebnis:

Was ich jetzt noch zusätzlich gerne hätte? Auf jedenfall eine Chemisette um das Kleid auch tagsüber tragen zu können und lange Ärmel, die ich bei Bedarf an die bisherigen Ärmel als Verlängerung heften kann. Außerdem brauch ich eine süße kleine Schute,…Stoff dafür ist ja noch genug da.
Außerdem habe ich noch ein Schnittmuster für einen Spencer hier liegen *hust* Also bin ich noch nicht ganz fertig, aber zumindest mal einen Schritt weiter.